Was bringt das neue Bundesteilhabegesetz?

S45/19


Ende des Jahres 2016 ist das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Kraft getreten. Es bringt neue Chancen, aber auch Risiken für Menschen mit Behinderung mit sich:
• Mehr Individuelle Teilhabe
• Herauslösung aus der Fürsorge-Systematik
• Leistungen aus einer Hand
• keine neue Ausgabendynamik,
so lauten die hehren, teils widersprüchlichen Ziele des Gesetzes.

Für die Lebenshilfe ist in der bevorstehenden Umsetzung in Rheinland-Pfalz zweierlei wichtig:
• als Interessenverband müssen wir Menschen mit Behinderung und ihre Familien in den Bedarfsfeststellungsverfahren gut beraten. Dazu müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Beratungsaufgaben wahrnehmen, gut über die Verfahrensschritte und –inhalte und über die Rechte Anspruchsberechtigter Bescheid wissen.
• als Leistungserbringer müssen wir Leistungen zur Teilhabe neu beschreiben, kalkulieren und verhandeln. Dazu ist es wichtig, das neue Vertragsrecht zu kennen.

Auf beide Aspekte bezieht sich unser Seminar. Es richtet sich daher sowohl an Beratungskräfte als auch an leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wir gehen u.a. folgenden Fragen nach:
• Was ändert sich für Menschen mit Behinderung, ihre Eltern und Angehörigen?
• Was ändert sich für Dienste und Einrichtungen?
• Wie können wir uns als Beratende und Lobbyisten vor Ort aufstellen?

Außerdem geht es um die rechtlichen Themen:
• Leistungsberechtigter Personenkreis
• Leistungen der Eingliederungshilfe
• Teilhabeplan- bzw. Gesamtplanverfahren
• Leistung- und Vergütungsrecht

Teamleitungen in Wohneinrichtungen oder Diensten, die Menschen mit Behinderung begleiten, sind häufig Fachkräfte aus dem Team, das sie leiten.
Sie wollen kollegial arbeiten, sich nicht als Vorgesetzte fühlen und gleichzeitig haben sie Aufgaben seitens der Organisation wahrzunehmen, die sie als Leitungskräfte auszeichnen.
Sie haben Informationen, die ihre Mitarbeiter/innen nicht haben, müssen für den Dienstplan gerade stehen und im Zweifelsfalle Dinge alleine entscheiden.
Sie müssen zwischen den Stühlen der Fachkraft und der Führungskraft wechseln, um ihren komplexen Auftrag zu erfüllen.

In diesem Seminar wird die Rolle der Teamleitung mit ihren unterschiedlichen Anforderungen thematisiert. Phasen der Teamentwicklung werden beleuchtet und zwei Modelle der Rollenverteilung in Teams vorgestellt.
An Hand der theoretischen Zugänge besteht die Möglichkeit, die konkrete Situation der Teilnehmenden zu reflektieren. Damit können Ideen zur Weiterentwicklung der eigenen Rollensicherheit gefunden werden.
Die Bereitschaft zur Eigenreflexion wird vorausgesetzt.

Methoden:
Theorieinput, Teamanalyse, Gruppenarbeit


Zielgruppe
Fachkräfte aus Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe mit Leitungs- und/oder Beratungsaufgaben
Leitung
Matthias Mandos, Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe RheinlandPfalz,
Ingo Pezina, Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Baden-Württember
Termine
25.11.2019
Ort
Mainz, Haus der Begegnung
Kosten
€ 110,- (inkl. Imbiss)
e_mail
info@lebenshilfe-rlp.de


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