Erinnerungen pflegen: Biographiearbeit mit geistig behinderten Menschen

S31/17


Die ersten Jahrgänge der Mitarbeiter/innen aus Werkstätten für behinderte Menschen sind bereits im Ruhestand oder bereiten sich darauf vor. Durch ihre besondere Situation, dass viele von ihnen ihr Leben in Institutionen verbracht haben, ist es für sie von großer Bedeutung sich immer wieder mit dem „ Wer bin ich?“ - „Wo komme ich her?“ zu beschäftigen. Und auch unabhängig vom Alter ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte eine gute Möglichkeit, sich Wünsche und Ziele für den weiteren Lebensweg bewusst zu machen.

Fachkräfte in der Behindertenhilfe können mit Biografiearbeit diese Auseinandersetzung unterstützen und begleiten, gleichzeitig schaffen sie so einen lebendigen Zugang zu (älteren) Menschen und ermöglichen es, Kommunikationsbarrieren abzubauen.
In diesem Seminar lernen Sie die Grundlagen von Biografiearbeit kennen und bekommen Anregungen, wie Sie diese im Alltag nutzen können. Sie erwerben ein Repertoire an Techniken, mit denen Biographien erarbeitet und bewahrt werden können. Ein Bestandteil wird dabei die Einführung in die Arbeit mit dem „Lebensbuch“ (Lindmeier/ Oermann 2014) sein, das sowohl für die biografische Einzel- als auch Gruppenarbeit geeignet ist.

Praktische Übungen unter Einbezug der konkreten Praxis der Teilnehmer/innen werden dabei besonders berücksichtigt.


Zielgruppe
Mitarbeiter/innen aus sozialen Einrichtungen, die mit alten oder älter werdenden behinderten Menschen arbeiten
Leitung
Lisa Oermann, Diplom- Pädagogin
Termine
22.05. - 24.05.2017
Ort
Mainz, Haus der Begegnung
Kosten
€ 270,- (ohne Übernachtung und Verpflegung)

Dieses Seminar kann als Baustein der Reihe „ Qualifiziertes Begleiten von älteren Menschen mit geistiger Behinderung“ belegt werden. Weitere Hinweise zu gerontoheilpädagogischen Zusatzqualifikation (K2).
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