Autoaggression- aushalten, verstehen und beeinflussen

S3/17


Geistig behinderte Menschen, die sich selbst verletzen, zeigen auch ihren geduldigsten Betreuer/innen schnell deren Grenzen auf.
Die Folge sind zumeist hoch ambivalente Gefühle wie Mitleid, Entsetzen, Trauer oder Wut, die im Umgang mit dem Menschen lähmen und ihrerseits rasch dazu beitragen können, dass die Situation sich weiter festfährt oder eskaliert.
Einfache Lösungen oder schnell wirkende Patentrezepte im Umgang mit diesen extremen Verhaltensweisen gibt es sicher nicht; oft bleibt nur als einziger Ausweg übrig, die Situation auszuhalten und es irgendwie zu schaffen in der Beziehung zum Klienten zu bleiben.

In diesem zweitägigen Seminar sollen Erklärungsmodelle selbstverletzender Verhaltensweisen dargestellt werden, die zu einem besseren Verständnis bei der professionellen Begleitung von Menschen mit autoaggressiven Verhaltensweisen beitragen können.
Im Praxisteil werden konkrete Ansätze zur möglichen Beeinflussung autoaggressiven Verhaltens behandelt und notwendige Hilfen für die Helfer in Phasen der Ohnmacht und Stagnation besprochen.

Inhalte

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen
  • Autoaggression und Deprivation/Hospitalismus
  • Autoaggression und Autismus
  • Konkrete Fallbesprechungen/Biografiearbeit
  • Praxistransfer

Methoden

  • Impulsreferate
  • Videos
  • Fallbesprechungen
  • Diskussion im Plenum
  • Kollegiale Beratung


Zielgruppe
Mitarbeiter/innen in allen Einrichtungen und ambulanten Diensten der Behindertenhilfe
Leitung
Rainer Scheuer, Diplom-Psychologe, Psych. Psychotherapeut
Termine
26.09. - 27.09.2017
Ort
Mainz, Haus der Begegnung
Kosten
€ 260,- (ohne Übernachtung und Verpflegung)
TeilnahmebedingungenBesondere HinweiseOnline AnmeldenDownload Anmeldeformular