Recht auf Risiko?! – Selbstschädigendes Verhalten von Klient/innen im selbstbestimmten Wohnen

S25/19


„Das Spannungsverhältnis von Selbstbestimmung und Fürsorge ist fundamental für jede freiheitliche Pädagogik“
(Dieter Katzenbach)

Diese Ambivalenz im konkreten pädagogischen Handeln aushalten zu können stellt Mitarbeiter/innen im selbstbestimmten Wohnen oft vor große Herausforderungen.
Selbstschädigende Verhaltensweisen der Klienten, wie z.B. Drogenkonsum oder Messi-Syndrom konfrontieren die Betreuungsund Assistenzsysteme mit der Frage nach den Grenzen der Selbstbestimmung.
Wo beginnt die Notwendigkeit zur Intervention, wo fallen wir reflexhaft unter dem Paradigma der Fürsorge in Strukturen scheinbar überwundener Fremdbestimmung zurück?
Im zweitägigen Seminar sollen diese und andere Fragen in einem gemeinsamen Diskussionsprozess anhand konkreter Fallbeispiele ausgelotet werden.
Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmer/innen im Aushalten der Ambivalenz zu bestärken und durch den gemeinsamen Austausch mehr Sicherheit im Umgang mit der Fragestellung zu gewinnen.

Methoden
Impulsreferate, Videobeispiele, biografiebezogene Fallbesprechungen, kollegiale Beratung/Intervision, Diskussion im Plenum



Modul 4 der Seminarreihe „Assistenz beim Wohnen“ Kooperationsveranstaltung der Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz der Lebenshilfe
Zielgruppe
Mitarbeiter/innen in ambulant betreuten Wohnformen und/oder anderer wohnbezogener Dienste
Leitung
Rainer Scheuer, Diplom-Psychologe, Psych. Psychotherapeut
Termine
11.11. – 12.11.2019
Ort
Mainz, Haus der Begegnung
Kosten
€ 260,- (ohne Übernachtung und Verpflegung)


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