Sexualisierte Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe

S22/17


Für Menschen mit einer geistigen Behinderung kann gerade in Institutionen ein erhöhtes Risiko für sexualisierte Gewalt bestehen. Die Gründe hierfür sind z.B. gesellschaftliche Stereotypien, die behinderungsbedingte Abhängigkeit von Assistenz, eingeschränkte Intimsphäre, die Unglaubwürdigkeit als Zeuge/Zeugin, eine eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit, Sterilisation und nicht zuletzt ein geringeres Strafmaß für Täter nach § 179 StGB.
Das Seminar möchte ein verstärktes Bewusstsein für die besondere Risikosituation der Klienten und Klientinnen vermitteln. Hiervon abgeleitet werden Handlungskonzepte bei Vorfällen und Maßnahmen zur Prävention vorgestellt.

Ihr Nutzen
• Vertieftes Verständnis für Institutionen als Risikoorte
• Diskussion möglicher Faktoren, die einen Opferstatus begünstigen
• Kennenlernen/Auffrischen grundlegender rechtlicher Aspekte
• Stärkung der Handlungskompetenz/Sicherheit bei Vorfällen
• Vorstellen und gemeinsames Erarbeiten geeigneter präventiver Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt
• direkter Praxistransfer in moderierten Fallbesprechungen

Methoden
• Impulsreferate
• Videos
• Fallbesprechungen
• Kollegiale Beratung
• Diskussion im Plenum


Zielgruppe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Einrichtungen und ambulanten Diensten der Behindertenhilfe
Leitung
Rainer Scheuer, Diplom-Psychologe, Psych. Psychotherapeut
Termine
22.03. - 23.03.2017
Ort
Mainz, Haus der Begegnung
Kosten
€ 250,- (ohne Übernachtung und Verpflegung)

Übrigens:
Dieses Angebot eignet sich auch als internes Seminar für eine Einrichtung bzw. für ein Unternehmen der Sozialwirtschaft. Wenn Sie sich für ein „Inhouse“-Seminar interessieren, sprechen Sie uns an: Ina Böhmer, Tel.: 06131 93660-16, E-Mail: boehmer@lebenshilfe-rlp.de
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