Migration, Flucht und Behinderung: Zugangsbarrieren abbauen - Interkulturelle Öffnung initiieren - Kultursensibles Vorgehen entwickeln

BAY 184082


Deutschland ist schon lange ein Einwanderungsland. Durch den Anstieg der Flüchtlingszahlen seit 2014 ist dies noch deutlicher geworden. Menschen, die gleichzeitig eine familiäre Migrations- und Fluchtgeschichte sowie eine Behinderung haben, sind aber erst seit einigen Jahren verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit von Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe gerückt.

Dabei geht es vor allem um folgende Fragen:
Sind Menschen mit Zuwanderungs- und Fluchtgeschichten in den Einrichtungen angemessen repräsentiert und werden sie durch die bestehenden Angebote erreicht?
Welche Kompetenzen und Vorgehensweisen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen entwickeln, um Kommunikationsprobleme und Missverständnisse zu bearbeiten, die durch Sprachbarrieren und unterschiedliche kulturelle und religiöse Vorstellungen entstehen?
Die Veranstaltung ist als Grundlagenseminar für alle Führungs- und Fachkräfte aus Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe geeignet, die erste systematische Schritte zur interkulturellen Öffnung und zum kultursensiblen Arbeiten entwickeln wollen.

Ihr Nutzen
Vermittlung grundlegender Kenntnisse zur Versorgungslage, Teilhabe und Lebenssituation von zugewanderten Familien mit behinderten Angehörigen
Sensibilisierung für potenzielle Barrieren, die den Zugang zu Angeboten der Behindertenhilfe für diese Zielgruppen erschweren
Vermittlung eines Verständnisses von interkultureller Öffnung als strategischem Prozess der Organisationsentwicklung
Vermittlung von kultursensiblen und diversitätsbewussten Vorgehensweisen durch Beispiele guter Praxis

Methoden
Kurzreferate, praktische Übungen, Arbeit in Kleingruppen, Vermittlung von gelungenen Praxisbeispielen und geeigneten Arbeitshilfen



Kooperationsveranstaltung der Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz der Lebenshilfe
Zielgruppe
Mitarbeiter/innen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe, Beratende an der Schnittstelle Migration, Flucht und Behinderung
Leitung
Dr. phil. Susanne Schwalgin, Ethnologin, Beratung und Weiterbildung zu interkultureller Öffnung und kultursensibler Arbeit
Termine
17.04. – 18.04.2018
Dauer
Lehrgangsreihe mit 10 Modulen, 8 Praxis- und 4 Coachingtagen
Abschluss mit Zertifikat
Ort
Erlangen
Kosten
€ 290,00 (zzgl. Kosten für Verpflegung und Übernachtung)

Weitere Hinweise und Informationen zu Unterkunft und Verpflegung erfragen Sie bitte beim Fortbildungsinstitut der Lebenshilfe Bayern, Tel.: 09131 75461-0
e_mail
fortbildung@lebenshilfe-bayern.de
TeilnahmebedingungenBesondere HinweiseOnline AnmeldenDownload Anmeldeformular